Ein verlassenes Bürohaus: Die Geschichte hinter dem Schimmel
Dieses verlassene Bürogebäude, unter Urbexern als "Grünes Büro" oder "Wet Office" bekannt, steht seit 2019 leer. Was von außen unscheinbar wirkt, entpuppt sich im Inneren als eine Zeitkapsel der Vergangenheit. Auf rund 8000 Quadratmetern finden sich noch heute Schreibtische, Ordner und zerstörte Computer, die stumme Zeugen einer merkwürdigen Firmengeschichte sind.
Die IT-Firma, eine hundertprozentige Tochter eines globalen Unternehmens aus Singapur, verschwand 2019 quasi über Nacht. Der Geschäftsführer war nicht mehr erreichbar und das Unternehmen häufte erhebliche Schulden bei der Gemeinde an. Die Hintergründe sind nebulös: Es gab Vorwürfe wegen eines fehlerhaften Impressums der Firmenwebseite, was zu öffentlichen Diskussionen führte. Zudem sorgten Berichte über angebliche "Busen-Fotos" auf der Webseite für Aufsehen und warfen Fragen nach der Seriosität auf.
Heute ist das Gelände eine morbide Kulisse, die an einen Horrorfilm erinnert. Große Hallen sind von Schimmel und Moos überwuchert, Wasser tropft von der Decke und provisorisch aufgestellte Eimer laufen über. Die Immobilie steht aufgrund der Steuerschulden vor einer Zwangsversteigerung.
Obwohl die Stadt Bauzäune aufgestellt hat, um das Betreten zu verhindern, zieht die geheimnisvolle und unheimliche Atmosphäre des Ortes weiterhin Fotografen und Urbexer an. Ein Ort, der seine bizarre Vergangenheit erst auf den zweiten Blick offenbart.
Hinweis: Das Betreten von verlassenen Gebäuden ist oft illegal und kann gefährlich sein. Bitte respektiere die Privatsphäre und Sicherheit solcher Orte.